Risikomanagement

Aktien, Anleihen, Optionen

Jede Form der Geldanlage ist mit einem Risiko verbunden, über das sich der Anleger im Klaren sein muss. Der Grund liegt auf der Hand: die enge Verflechtung von Wirtschaftsabläufen und die steigende Anzahl von Finanzprodukten mit immer abenteuerlicheren Konstruktionen (z.B. Optionen) erzwingt eine Bewertung und Steuerung der inhärenten Risiken. Die Liste der Unternehmen, die durch eine mangelnde Risikoanalyse in den Konkurs geführt wurde, ist gespickt mit Namen wie Orange County, Metallgesellschaft und Barings Bank. – Risikomanagement beschäftigt sich mit Fragestellungen des Quantifizierens, Messens und Steuerns von Risiken aus den unterschiedlichsten Geldanlagen.

Will man also erfolgreiches Risikomanagement betreiben, erfordert dies eine Reihe verschiedenartiger Kenntnisse. Sowohl betriebswirtschaftliche Fakten, rechtliche Grundlagen und Gesetzmäßigkeiten der Marktpsychologie müssen in mathematische Modelle abgebildet werden. Unter den mathematisch-statistischen Verfahren hat sich beispielsweise für Marktpreisänderungsrisiken das sogenannte Value-at-Risk-Konzept etablieren können. Die sich aus solchen und ähnlichen Modellen ergebenden Kennzahlen werden einer weiteren Analyse unterzogen, um Strategien zu entwickeln, die Risiken zu steuern.

Der Kurs erschließt die verschiedenen Aspekte des Risikomanagements und gibt zudem eine Einführung in die betriebswirtschaftlichen Fundamente. Im einzelnen wird folgenden Fragestellungen nachgegangen:

Das im Rahmen des Kurses erworbene theoretische Wissen über Anlageformen, Risiken und Risikomanagement wird durch die Anwendung dessen in einem Aktienspiel der etwas anderen Art vertieft werden.

Neben betriebswirtschaftlichen Inhalten bildet die Schulung von Präsentationstechniken, Rhetorik und Softskills, wie Arbeiten im Team, einen weiteren Schwerpunkt des Kurses. Letzeres wird mit Hilfe Team bildender Spiele gefördert, Präsentationstechniken und Rhetorik werden anhand von Tafel-, Folien- und Beamervorträgen vor verschiedenen Hörergruppen, sowie durch die Dokumentation des Kurses trainiert. Jeder Teilnehmer wird zwei Kurzreferate aus unterschiedlichen Themenbereichen jeweils mit einem anderen Partner vorbereiten und diese mit verschiedenen Techniken vortragen.

Teilnehmerkreis

Der Kurs richtet sich an betriebswirtschaftlich Interessierte, die auch vor ein wenig Mathematik nicht zurückschrecken. Darüber hinaus sollten die Teilnehmer Spaß an psychologischen Fragestellungen und rechtlichen Rahmenbedingungen im weitesten Sinne haben. Tiefgreifende betriebswirtschaftliche Kenntnisse sind nicht von Nöten; Grundlagen werden innerhalb des Kurses entwickelt.

Kursleiter

Werner Knoben (Jg. 1971),

studierte Mathematik an der RWTH Aachen und der University of York. Nach seinem Diplom 1998 erhielt er ein Promotionsstipendium der DFG im Rahmen des Graduiertenkollegs Analyse und Konstruktion in der Mathematik, arbeitete im Anschluß daran als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl II für Mathematik an der RWTH Aachen und teilte sich ein Büro mit Dirk Kremer. In seiner Promotion beschäftigte er sich mit der sogenannten Differential Galois Theorie und ihren Anwendungen in der Physik. Seit 2002 ist er bei einem der weltweit größten Softwareunternehmen tätig und beschäftigt sich mit Planung und Bewertung von Ver- und Entsorgungsnetzen. In seiner knapp bemessenen Freizeit geht er gerne in die Sauna, ins Kino, Theater, Konzert und joggen.

Dirk Kremer (Jg. 1972),

studierte Mathematik an der RWTH Aachen und am Imperial College London. Nach seinem Diplom 1998 erhielt er ein Promotionsstipendium der DFG im Rahmen des Graduiertenkollegs Analyse und Konstruktion in der Mathematik, arbeitet seit 2001 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl II für Mathematik an der RWTH Aachen und teilte sich ein Büro mit Werner Knoben. In seiner Promotion beschäftigte er sich mit Matrix Riccati Gleichungen und deren Bedeutung für die Spieltheorie. Daß keine Langeweile entsteht, dafür sorgen neben Kino, Konzerten und Theater vor allem seine junge Familie.